Vorteile der Auditoren-Tätigkeit und die Voraussetzungen dafür - METRAS

Vorteile der Auditoren-Tätigkeit und die Voraussetzungen dafür


Nutzen von Audits für Unternehmen und Mitarbeiter:

  • Mitarbeiter auditieren abteilungsübergreifend oder in anderen Abteilungen. Insbesondere in Kombination mit der Funktion eines Managementsystembeauftragten oder einer vergleichbaren Stabsstelle lernt der Auditor das Unternehmen aus der Frosch- und Vogelperspektive sowie in Tiefe und Breite kennen. Auditieren stellt somit eine Schlüsselqualifikation mit klaren Stärken in Analyse, Unternehmens-Know-how und Kommunikation dar.
  • Neue Mitarbeiter können sich als Auditoren das formelle und informelle Unternehmensnetzwerk schneller erschließen und die Aufbau- und Ablauforganisation kennenlernen.
  • Auch erfahrene Kollegen schätzen Audits zur persönlichen Weiterentwicklung und als Tätigkeit mit hohem Lerneffekt. Sie können ihr Wissen und ihre Erfahrungen auf charmante Art und Weise in die betriebliche Zusammenarbeit einbringen. Nicht durch Ratschläge oder Coaching, sondern durch geschickte, neutrale Fragestellungen.
  • Auditoren orientieren sich an einem Verhaltenskodex, der Zuverlässigkeit, Integrität und Aufgeschlossenheit fordert. Solche Eigenschaften wirken sich auch positiv auf den eigenen Arbeitsbereich aus.
  • Auditoren kennen Schnittstellen, Best Practices und Hintergründe betrieblicher Entwicklungen. Sie sind Multiplikatoren für Betriebswissen und tragen im positiven Unternehmenssinn zu mehr Verständnis für die Arbeit der Kollegen bei.

In die Rolle des Auditors hineinwachsen

Erste Berührungspunkte ergeben sich dann, wenn die potenziellen Mitarbeiter Audits schon aus der Perspektive des Auditierten in internen Audits oder in Begutachtungen kennen oder erst einmal als Beobachter bzw. Co-Auditoren dabei sind.

Als Auditor – allein oder mit einem Team von Co-Auditoren, fachlichen Experten oder Beobachtern – tätig zu sein heißt, den gesamten Auditprozess selbstständig zu beherrschen und zu organisieren, um Auditziele erreichen zu können. Bei externen Auditoren verläuft das Learning by Doing ähnlich.

Ein „Reinschnuppern“ ist für den Mitarbeiter hilfreich bei seiner Entscheidung, ob er als interner Auditor tätig werden möchte. Niemand sollte unfreiwillig dazu berufen werden. Denn ein Auditor trägt eine hohe Verantwortung für den guten Verlauf der Gespräche während eines Audits. Dem wird er nur gerecht, wenn er seine Aufgabe freiwillig wahrnimmt. Empfehlenswert ist es auf jeden Fall, alle Möglichkeiten zu nutzen, sich über den internen Auditprozess zu informieren, sich als Auditor schulen zu lassen und an möglichst vielen Auditsituationen teilzunehmen.

Formale Voraussetzungen für die Auditoren-Tätigkeit in der Praxis

Voraussetzungen für interne Auditoren

Für interne Auditoren gibt es zuerst einmal keine formalen Vorgaben, allerdings ist im Leitfaden zur Durchführung von Audits, der ISO 19011 einiges zu finden. Selbstverständlich sollten interne Auditoren mit den auditierten Prozessen und den entsprechenden Auditkriterien vertraut sein und weitere Kompetenzen für ihre Tätigkeit mitbringen. Sobald sie ein bestimmtes Regelwerk auditieren, sollten sie prüfen, ob dort bestimmte Kompetenzen von den Auditoren gefordert werden.

Lautet der Auditauftrag, die Einhaltung von ISO 17020 oder 17025 zu ermitteln, muss der Auditor selbstverständlich diese Normen gut kennen und auf die Unternehmenspraxis übertragen können. Akkreditierte Prüfstellen und Inspektionsstellen haben oft über einen Qualitätsmanagementbeauftragten – als Normenübersetzer – sichergestellt, dass die Anforderungen der Norm durch die Aufbau- und Ablauforganisation abgedeckt werden. Es sollte mindestens ein Mitarbeiter in der Lage sein, Managementsystemaudits durchzuführen. Ein interner Auditor benötigt mindestens Fachwissen über die Prozesse der Organisation sowie über die internen Vorgaben, die er an den praktischen Abläufen spiegelt.

Für Auditoren wie auch für alle anderen Beschäftigten gilt folgender Ablauf zum Kompetenzaufbau:

  • Erforderliche Kompetenz bestimmen.
  • Sicherstellen und angemessen dokumentieren, dass die Beschäftigten auf Grundlage angemessener Ausbildung, Schulung oder Erfahrung kompetent sind.
  • Wirksamkeit von Maßnahmen zum Kompetenzaufbau bewerten.

Dazu sind professionelle Ausbildungen, die erforderliche Kompetenzen vermitteln, sehr nutzvoll, um eine gute Auditpraxis zu etablieren.

Nutzen Sie die Vorteile der Auditoren-Tätigkeit und schaffen Sie gleich die Voraussetzungen dafür.

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