Sie wollen sich akkreditieren lassen und wissen nicht genau, wo Sie stehen. Nach unserer Projekterfahrung starten Konformitätsbewertungsstellen (KBS) deshalb oft doppelt: Sie schreiben Dokumente neu, die längst existieren, und übersehen dabei die echten Lücken. Die METRAS GAP-Analyse setzt genau hier an.
Eine GAP-Analyse – auch Dokumentenaudit oder Ist-Analyse genannt – vergleicht Ihren tatsächlichen Dokumentationsstand mit den Anforderungen der jeweiligen Norm. Das Ergebnis ist eine belastbare Antwort auf drei Fragen:
Der wirtschaftliche Kern ist die Vermeidung von Redundanz. Wer ohne Ist-Analyse in ein Akkreditierungsprojekt startet, erstellt erfahrungsgemäß Dokumentation, die es in ähnlicher Form bereits gab.
Der Ablauf ist in vier Schritte gegliedert und für alle Normen gleich – ob EN ISO/IEC 17025:2018, EN ISO/IEC 17020:2012 oder EN ISO 15189:2023.
Sie erfahren zu Beginn, was eine GAP-Analyse leistet und was nicht. So ist von Anfang an klar, welches Ergebnis Sie erhalten und wie es in Ihr Akkreditierungsprojekt einfließt.
Sie erhalten eine Checkliste mit allen relevanten Normpunkten. Darin tragen Sie ein, welches Ihrer Dokumente zu welchem Normpunkt gehört. Dieser Schritt hat einen doppelten Nutzen: Wir ordnen die Inhalte richtig zu, und Sie sehen erstmals den vollständigen Umfang der Anforderungen auf einen Blick.
Typischerweise benötigen wir:
Gibt es zu einem Punkt nichts, halten Sie das als Leermeldung fest. Auch das ist ein Ergebnis – und oft ein wertvolles, weil es eine Lücke sofort sichtbar macht.
Erfahrungsgemäß kostet dieser Schritt Ihr Team die meiste Zeit. Er zahlt sich aber unmittelbar aus: Sie verschaffen sich dabei zum ersten Mal einen vollständigen Überblick über Ihre eigene Dokumentation.
Wir sichten die übermittelten Unterlagen und stellen sie den Normanforderungen gegenüber. Übereinstimmungen, Feststellungen und Lücken halten wir Normpunkt für Normpunkt in der Auditcheckliste fest und fassen sie anschließend im Bericht zusammen.
Wir bewerten dabei nicht nur, ob ein Dokument existiert, sondern ob sein Inhalt die Normanforderung tatsächlich erfüllt. Ein vorhandenes Handbuch ist kein Nachweis, wenn es die geforderte Regelung nicht enthält.
Sie erhalten den Bericht, und wir besprechen die Ergebnisse in einem gemeinsamen Termin. Erst danach planen wir das Projekt konkret und fixieren die notwendigen Termine – auf Basis von Fakten statt Annahmen.
Am Ende der GAP-Analyse liegen Ihnen zwei Dokumente vor:
Beides ist gleichzeitig die Grundlage für das spätere interne Audit und für den strukturierten Aufbau Ihrer Dokumentation im METRAS Portal. Die Zuordnung Dokument zu Normpunkt, die Sie in der GAP-Analyse einmal erarbeiten, tragen Sie durch das gesamte Akkreditierungsprojekt.
Die GAP-Analyse steht am Anfang. Sinnvoll ist sie in drei Situationen:
Weniger geeignet ist sie, wenn Sie bereits akkreditiert sind und eine konkrete Nichtkonformität beheben müssen. Dann ist ein internes Audit das passende Instrument.
Eine GAP-Analyse kostet Zeit – im Wesentlichen die Zeit Ihres Teams für das Zusammenstellen der Unterlagen. Dieser Aufwand ist aber nicht verloren: Die ausgefüllte Checkliste ist bereits der erste Baustein Ihrer Dokumentenlenkung.
Der eigentliche Nutzen liegt in der Planungssicherheit. Ein Akkreditierungsprojekt ohne belastbare Ausgangslage plant in zwei Richtungen falsch. Plant es zu knapp, verschiebt sich der Termin gegenüber der Akkreditierungsstelle. Plant es zu großzügig, entsteht Dokumentation, die niemand braucht und die Sie anschließend dauerhaft pflegen müssen. Beide Fehler wirken sich über die gesamte Projektlaufzeit aus.
Die GAP-Analyse ist kein Pflichtprogramm, sondern eine Investition in Planungssicherheit. Sie zeigt Ihnen, wo Sie stehen, was Sie behalten können und was tatsächlich fehlt. Damit starten Sie Ihr Akkreditierungsprojekt mit Fakten statt mit Vermutungen – und vermeiden die doppelte Arbeit, die entsteht, wenn niemand den Ausgangspunkt kennt.